Eine Frage von Körper und Seele

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Männliche Sexualstörungen: Übersicht zu Therapiemöglichkeiten

Potenzstörungen sind immer noch ein Tabuthema. Dabei leiden viele Männer irgendwann im Laufe ihres Lebens darunter. Oft lässt sich das Problem behandeln. - Foto: djd/Parksanatorium Bad Bocklet/Uwe Grötzner/fotolia.com

(mpt-14/47408a). Ein erfülltes Sexualleben gehört zu einer ausgeglichenen Partnerschaft dazu. Eine erektile Dysfunktion, also Potenzstörungen bei Männern, kann ein harmonisches Zusammenleben empfindlich beeinträchtigen. Die Ursachen für solche Störungen können sehr vielfältig sein und nicht selten kommen dabei auch mehrere Komponenten zusammen, die das Erektionsverhalten nachteilig beeinflussen können.

Gründe für Potenzstörungen beim Mann

Irgendwann einmal kommt es bei fast jedem Mann dazu, dass er mal nicht „kann“, doch das ist längst kein Grund zur Sorge. Sexualstörungen können sehr vielfältige Gründe haben. Sie können sowohl psychischer Herkunft sein als auch körperliche Ursachen haben, wie beispielsweise als Folge einer Prostata-Operation. Nach einer Studie („Kölner Studie“) nimmt vor allem im Alter der Anteil derjenigen, die an einer erektilen Dysfunktion leiden, stetig zu. Während im Alter zwischen 30 und 39 etwa zwei Prozent darunter leiden, ist es bei den 40- bis 49-Jährigen schon in etwa jeder zehnte Mann davon betroffen. Bei den über 60-Jährigen leidet jeder dritte Mann an Potenzstörungen, und sogar 53 Prozent der 70- bis 80-jährigen Herrschaften sind von erektilen Dysfunktionen betroffen.

Viele Ursachen kann man heutzutage sehr gut behandeln. Im Reha- und Präventionszentrum Bad Bocklet zum Beispiel finden sowohl Männer als auch ihre Partnerinnen einen kompetenten und vertrauensvollen Ansprechpartner sowie medizinische Unterstützung. Hier können verschiedene Therapieangebote wie die medikamentöse Betreuung durch PDE-5-Hemmer (beispielsweise Viagra), aber auch der Umgang mit einer Vakuum-Erektions-Penispumpe erlernt werden. Zudem können auch auf Wunsch SKAT-Behandlungen besprochen und in Anspruch genommen werden. Auch die Partnerinnen werden eingebunden und nehmen in Form von Gesprächen an der Therapie teil. Aber auch im Anschluss an die Behandlung besteht für die Frauen die Möglichkeit, sich an der Nachsorge zu beteiligen. Ein rascher Therapiebeginn ist jedoch auf jeden Fall sehr wichtig.

Kosten: Was übernimmt die Krankenkasse?

Viele Betroffene interessiert natürlich auch die Frage der Kostenübernahme. Hierbei werden von den Krankenkassen in der Regel die Kosten für eine Vakuum-Erektions-Pumpentherapie bis auf einen Eigenanteil von 10 Euro übernommen, nachdem eine fachurologische Indikationsstellung erfolgte. Sogenannte Anschlussbehandlungen innerhalb des Reha- und Präventionszentrums Bad Bocklet werden gemäß den Tagespflegesätzen vom Kostenträger übernommen. Bei medikamentösen Tablettentherapien, wie der Therapie mit Viagra oder der Spritzentherapie SKAT, handelt es sich allerdings um Leistungen für Selbstzahler.

 

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