Frauen brauchen starke Knochen

Frauen brauchen starke Knochen

Frauen brauchen starke Knochen

Initiative will Bewusstsein für Osteoporose schärfen

Heide Ecker-Rosendahl klärt auf: Regelmäßige körperliche Aktivität stärkt die Knochen. - Foto: djd/GSK/Amgen

(djd). Stabil, flexibel und bruchsicher: Viele Frauen verlassen sich darauf, dass ihre Knochen auch mit fortschreitendem Alter stark und belastbar bleiben. Doch das ist keine Selbstverständlichkeit. Denn bei jedem Menschen gibt es ab Mitte 30 einen schleichenden Verlust von Knochensubstanz. Wenn dieser übermäßig wird, sprechen Ärzte von Osteoporose. Allein in Europa kommt es jährlich zu mehr als drei Millionen Knochenbrüchen durch diese auch als Knochenschwund bekannte Erkrankung. Doch heute gibt es Medikamente, die gezielt bei Osteoporose eingesetzt werden können. Doch werden diese hierzulande vergleichsweise selten verordnet. Im Vergleich mit den europäischen Nachbarländern ist Deutschland in der Versorgung sogar Schlusslicht.

Jeden Tag an die Knochen denken

Umso wichtiger ist es, dass vor allem Frauen, die das Gros der Patienten ausmachen, aktiv werden und etwas für ihre Knochen tun – und zwar noch bevor ein Bruch entsteht. Um das Krankheitsrisiko zu mindern, raten Experten allen Frauen ab 50, auf mögliche Anzeichen zu achten und körperlich aktiv zu werden. Dabei will die Initiative „Gemeinsam für starke Knochen“ diese Frauen unterstützen. Interessierte finden auf der Website http://www.osteoporose.de fundierte Informationen und anschauliche Filme rund um die Vorbeugung und Behandlung des Knochenschwunds. Prominente Botschafterin der Initiative ist Heide Ecker-Rosendahl. Die Olympiasiegerin von 1972 hat ein Bewegungsprogramm entwickelt und zeigt, dass schon mit täglich 30 Minuten leichtem Training viel für die Kräftigung der Knochen getan werden kann.

Ausreichende Zufuhr an Vitamin D

Tipps für eine gesunde Ernährung für die Knochen sind ebenfalls auf der Website zu finden. Die Münchner Ernährungsberaterin Monika Bischoff empfiehlt eine ausreichende Zufuhr von Kalzium und Vitamin D. Letzteres ist vor allem im Herbst und Winter von Bedeutung, da dann die Intensität der Sonne nicht ausreicht, um genügend Vitamin D in der Haut zu produzieren.

Fakten in Kürze

Nur 25 Prozent der Patientinnen ausreichend versorgt

(djd). Wie eine Studie der Internationalen Osteoporose Stiftung (IOF) zeigt, erhält aktuell nur jede vierte behandlungsbedürftige Patientin eine adäquate Therapie. Dabei spielt auch eine Rolle, dass die Arznei regelmäßig und langfristig eingenommen oder vom Arzt verabreicht werden muss. Dranbleiben heißt also die Devise. Inzwischen gibt es wirksame und verträgliche Medikamente, die auch in der Anwendung einfacher geworden sind. Unter http://www.osteoporose.de gibt es Informationen zu Behandlungsmöglichkeiten.

 
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