Verdauung in Schwung

Verdauung in Schwung

Verdauung in Schwung

Wenn im reifen Alter nichts mehr geht

Gärtnern, Reisen, Hobbys pflegen - ihren Ruhestand wollen Senioren ungestört von Beschwerden genießen. - Foto: djd/Boehringer Ingelheim

(djd). Endlich im Ruhestand! Viele Menschen fiebern darauf hin, sich nach Jahren der Arbeit nur noch den eigenen Plänen, Wünschen und Hobbys widmen zu können. Die Generation 60 plus ist heute vitaler und unternehmungslustiger denn je. Umso lästiger, wenn dann typische Altersbeschwerden das Vergnügen trüben – wie zum Beispiel eine stockende Verdauung. Ein Drittel der über 60-Jährigen leidet darunter, bei den über 70-Jährigen ist der Anteil noch weit größer. Dazu muss man wissen: Der Darm ist ein Muskel, der wie vieles mit den Jahren an Kraft verliert. Das verlangsamt die Verdauung. Dann wird die Sitzung auf dem stillen Örtchen schon mal zur Qual.

Man „muss“ nicht jeden Tag

Allerdings muss man nicht jeden Tag „müssen“ können. Alles zwischen dreimal täglich und dreimal wöchentlich stufen Ärzte als normal ein. Erst bei weniger Toilettengängen und zusätzlichen Symptomen wie zum Beispiel hartem Stuhl und heftigem Pressen spricht man von einer Verstopfung. Frauen sind doppelt so oft betroffen wie Männer. Im Übrigen wird die Verdauung auch häufig durch Medikamente gestört. Und da Menschen über 60 im Schnitt zwischen zwei und fünf Mittel täglich einnehmen, sollte der Arzt die Arzneiliste diesbezüglich überprüfen. Wenn nun tatsächlich nichts mehr geht, kann man die lahmgelegte Darmtätigkeit wirkungsvoll unterstützen. So können etwa sanfte Abführmittel aus der Apotheke mit den Wirkstoffen Natriumpicosulfat, Bisacodyl und Macrogol hilfreich sein, die beispielsweise in Dulcolax oder Laxoberal enthalten sind. Sie sind gut verträglich und führen – wie wissenschaftlich belegt wurde – weder zu einem Gewöhnungseffekt noch zu Elektrolytverlusten.

Gut gemeinte Ratschläge helfen oft nicht

Häufige Tipps bei Verstopfung sind „mehr trinken, mehr Ballaststoffe essen und mehr bewegen“. Auch Hausmittel wie Trockenobst oder Leinsamen werden oft empfohlen. Das ist sicher gut gemeint, bei einer Verstopfung sind diese Maßnahmen jedoch meist nicht genug. Dennoch sind gerade im Alter eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens 1,5 Litern pro Tag und eine ausgewogene Ernährung wichtig, um den Ruhestand optimal genießen zu können.

Fakten in Kürze

Krankheit als Ursache

(djd). Auch chronische Erkrankungen können Ursache von Verstopfung sein. Laut Robert Koch-Institut gaben mehr als die Hälfte der über 65-jährigen Befragten an, unter chronischen Krankheiten zu leiden. So ist zum Beispiel Diabetes mellitus, die Zuckerkrankheit, bekannt dafür, eine hemmende Wirkung aufs Verdauungssystem zu haben. Ähnliches gilt für Parkinson und andere neurologische Erkrankungen. Hier sollte man mit dem Arzt besprechen, ob ein gut dosierbares Abführmittel wie Laxoberal oder Dulcolax empfehlenswert ist.

 

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