Vorsicht bei verletzlichen Sohlen

Vorsicht bei verletzlichen Sohlen

Vorsicht bei verletzlichen Sohlen

So leben Diabetiker im Sommer auf gesundem Fuß

Mit gesunden Füßen durch den Sommer bedeutet für Diabetiker den Verzicht auf das Barfußlaufen. - Foto: djd/Wörwag Pharma

(djd). Schon Pfarrer Kneipp wusste: Mit nackten Fußsohlen den Sommer zu genießen, ist gesund. Doch das gilt nicht für alle Menschen. Diabetikerfüße sind besonders empfindlich und brauchen daher immer den Schutz eines guten Schuhwerks. Schon kleine Verletzungen an den Füßen können zum Problem werden, weil bei Diabetikern als Folge einer Nervenstörung das wichtige Warnsignal Schmerz häufig fehlt. Dieses Signal zeigt gesunden Menschen, dass sie auf Wunden, Überlastungen, Reibungs- oder Druckstellen an den Füßen achten müssen. Ohne diese wichtigen Informationen werden diese Probleme ignoriert, und es kann zu schwerwiegenden Entzündungen bis hin zum „diabetischen Fußsyndrom“ kommen.

Worauf Diabetiker jetzt besonders achten sollten

Wer unter Diabetes leidet, sollte daher in der warmen Jahreszeit besonders gut auf seine Füße achten. Barfußlaufen ist tabu – das gilt auch für den Strand! Da es im Sommer häufiger zu Verhornungen und Pilzerkrankungen kommt, ist jetzt außerdem die medizinische Fußpflege besonders wichtig. Diabetiker oder ihre Angehörigen sollten die Füße auch selbst inspizieren – und zwar täglich. So lassen sich kleine Verletzungen oder etwa Sonnenbrand an den Füßen rechtzeitig erkennen. „Auch auf Druckstellen und Blasen muss man jetzt besonders achten, da sich diese häufiger bilden, wenn die hohen Temperaturen die Füße anschwellen lassen“, rät die Diabetologin Dr. Helga Zeller aus Essen.

Schutz für das gefährdete Nervensystem

Zur Therapie einer neuropathischen Störung der Füße und ihrer unangenehmen Symptome wird u.a. ein vitaminähnlicher Wirkstoff eingesetzt: das Benfotiamin. Es ist eine fettlösliche Vorstufe vom Vitamin B1. Der Körper und das Nervengewebe können es besonders gut aufnehmen. Die natürlich wirksame Substanz kann Nerven und Blutgefäße vor den schädlichen Auswirkungen des erhöhten Blutzuckers schützen und Symptome wie Kribbbeln, Brennen, Taubheit und Schmerzen in den Füßen lindern. Benfotiamin-Präparate gibt es rezeptfrei in der Apotheke, etwa als „milgamma protekt“. Stoffwechsel-Experten beschreiben die Behandlung mit Benfotiamin als sinnvolle ergänzende Therapie bei Neuropathien. Die Hauptstrategie gegen Diabetes-Schäden ist immer eine möglichst gute Einstellung des Blutzuckers.

Fakten in Kürze

„Ameisenlaufen“ in den Füßen ist ein Alarmsignal

(djd). Ob ein Diabetiker an einer Nervenstörung, einer sogenannten Neuropathie, leidet, lässt sich an typischen Symptomen wie Kribbeln, Brennen, Taubheit oder Schmerzen in Füßen oder Händen erkennen. An heißen Sommertagen sind auch heftige Schweißausbrüche beim Essen und in der Nacht ein Alarmsignal, da das durch den Diabetes gestörte autonome Nervensystem die Körpertemperatur nicht mehr richtig regeln kann. Worauf Betroffene bei diabetischen Begleit- und Folgeerkrankungen achten müssen, erklärt das neue Online-Portal http://www.milgamma.de im Internet.

 

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