Brustschmerzen: Gefährlich oder harmlos?

Brustschmerzen: Gefährlich oder harmlos?

Brustschmerzen: Gefährlich oder harmlos?

Kurz vor der Regel können hormonelle Schwankungen zu Spannungsgefühlen in der Brust führen - oft zusammen mit anderen Beschwerden des prämenstruellen Syndroms. - Foto: djd/Progestogel/R. Lewine

(mpt-14/49764a). Im Leben einer Frau muss das Brustdrüsengewebe etlichen Veränderungen standhalten. So können beispielsweise Hormonzyklus, Pubertät, Schwangerschaft oder Wechseljahre Brustschmerzen auslösen. Viele Frauen verspüren dann ein Spannungsgefühl, ein Ziehen oder Schmerzen in beiden Brüsten, die aber oftmals harmlos sind. Doch Betroffene werden unsicher und vermuten eine ernsthafte Erkrankung.

Hormone als Ursache

Ist das hormonelle Gleichgewicht gestört, kommt es oftmals zu Brustschmerzen. Beim Abtasten der Brüste verspüren Betroffene dabei winzige Knoten oder verhärtete Stellen. Sie befürchten an Brustkrebs erkrankt zu sein, was sich aber in den überwiegenden Fällen als harmlos erweist. Oft treten auch starke Schmerzen in beiden Brüsten, auch Mastodynie genannt, im monatlichen Rhythmus der Regelblutung auf. Dabei tritt das Gelbkörperhormon Progesteron (progesteron.de) besonders hervor. Außerdem steigt der Östrogenspiegel an. Es kann dadurch zu unangenehmen Wassereinlagerungen (Ödeme) im Bauch, Beine, Po und Brüste kommen. Diese Ödeme werden als unangenehm empfunden und verursachen zusätzliche Schmerzen und das gesamte Wohlbefinden sinkt. Auch die sehr feinfühligen Brustwarzen werden in Mitleidenschaft gezogen. Das empfindliche Brustgewebe kann mit einem Ziehen, Spannen oder mit Schmerzen reagieren. In der Medizin wird dies prämenstruelle Mastodynie genannt.

Brustschmerzen in den Wechseljahren

Auch zu Beginn der Wechseljahre (Klimakterium) kann es zu einem Östrogenüberschuss kommen. Die Ursache dafür ist ein sinkender Progesteronwert, da es immer seltener zum Eisprung kommt. Offenbar ist das dadurch produzierte Östrogen im Überschuss vorhanden und kann wiederum Brustschmerzen und Ödeme im Gewebe auslösen. Außerdem können durch Verhärtungen oder der Bildung von Knötchen, gutartige Veränderungen in den Brüsten entstehen. Diese stellen sich aber oftmals als harmlos dar. Ebenso kann sich helles Sekret aus den Brustwarzen absondern. Die gutartigen Veränderungen im Drüsengewebe (Mastopathie) enden nach den Wechseljahren. Bis dahin können unangenehme Brustschmerzen mit Progesteron-Gel gelindert werden. Sollten die Brustbeschwerden jedoch eine andere Ursache haben, gibt eine Mammografie oder eine Ultraschalluntersuchung Auskunft darüber.

Selbstkontrolle und Vorsorge

Trotz der oftmals harmlosen Brustschmerzen sollten Frauen stets auf eine gute Brustgesundheit achten. Selbstuntersuchung der Brust sowie regelmäßige Vorsorge beim Frauenarzt müssen ernst genommen werden. Denn häufig erkennen Betroffene zuerst bösartige Veränderungen an der Brust. Es ist ratsam, die Brust monatlich nach der Regelblutung selbst zu untersuchen. Einen Leitfaden für die Selbstuntersuchung erhalten Betroffene zum kostenlosen Download beispielsweise unter hormontherapie-wechseljahre.de oder als kostenlose App für Android und IOS unter (kade.de/Selbstuntersuchung). Die App beinhaltet neben vielen Extras auch Hintergrundinformationen. Grundsätzlich gilt dabei: Halten die Brustschmerzen an, verstärken sich oder sind verdächtige Knoten sichtbar, sollte unbedingt ein Gynäkologe zurate gezogen werden.

 
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