Regelmäßige Pflege hält die Zähne gesund

Regelmäßige Pflege hält die Zähne gesund

Regelmäßige Pflege hält die Zähne gesund

Eine gute Mundhygiene ist entscheidender als Ernährungsfaktoren

Die Zahngesundheit deutscher Kinder hat sich in den letzten 30 Jahren stark verbessert. - Foto: djd/Forum Zucker/Henglein and Steets

(djd). Die deutschen Zahnärzte sind zufrieden: Die Zähne der 12-Jährigen liegen gesundheitstechnisch international auf einem Spitzenplatz. Nur durchschnittlich 0,7 Zähne sind an Karies erkrankt – 1992 waren es noch mehr als viermal so viele. Früher füllten Zahnärzte vor allem Löcher, inzwischen wird die Beratung zur Zahnpflege immer wichtiger – auch weil viele Patienten die Auslöser für Karies falsch einschätzen.

Karies hat viele Ursachen

Lange galt Zucker als entscheidender Kariesauslöser – doch seine Wirkung wird stark überschätzt. Der Zahnarzt Dr. Markus Pellarin erklärt, warum: „Bei jeder Nahrungsaufnahme wird aus Kohlenhydraten in der Mundhöhle Säure produziert, die den Zahnschmelz angreift. Auch durch den Ersatz von Zucker durch Süßstoffe kann die Bildung von Säure und damit die Kariesbildung nicht vollständig unterbunden werden. Denn alle vergärbaren Kohlenhydrate, die wir täglich zu uns nehmen – ganz gleich ob Brot, Obst oder Süßes – sind potentiell kariogen und können der Zahngesundheit schaden.“

Gesund ist nicht gleich zahngesund

Lebensmittel wie Obst und Säfte, die Fruchtsäuren enthalten, wirken zusätzlich kariogen. Genauso können harte Speisen wie grobes Vollkornbrot den Zahnschmelz schädigen. „Vermeiden lässt sich Karies durch eine gute Mundhygiene, aber kaum durch eine Ernährungsumstellung“, so Pellarin. Mit einer ausgewogenen, vielseitigen Ernährung liegt man immer richtig. Studien zeigen, dass die Ernährung nur einen geringen Anteil der Kariesentstehung erklärt. Daher braucht man für die Zahngesundheit auf nichts zu verzichten – vorausgesetzt, man pflegt seine Zähne gut. Informationen zum Thema Zahnpflege und Ernährung gibt es etwa unter http://www.mitZucker.de. Pellarin rät: „Die Zähne werden durch eine regelmäßige gründliche Reinigung mit fluoridhaltiger Zahnpasta vor Karies geschützt. Die Fluoride fördern die Remineralisation und härten die obere Schmelzschicht der Zähne. Dies ist ein dynamischer Prozess, der immer wiederholt werden muss.“ Wer also zweimal täglich putzt, kann dem nächsten Säureangriff gelassen entgegen sehen.

Fakten in Kürze

Zahnpflege – die Pausen machen den Unterschied

Ob Nudeln, Äpfel oder Kuchen zu Säuren fermentiert werden, macht für die Zähne keinen Unterschied. Wichtiger ist die Kontaktdauer: Je öfter und länger die Säuren einwirken, desto mehr fördern sie Karies. Daher sollte man zwischen den Mahlzeiten Pausen für die Remineralisierung einlegen. Um den durch die Säure aufgerauten Schmelz nicht mit der Zahnbürste abzureiben, hilft es, nach dem Essen mindestens 30 Minuten mit dem Putzen zu warten. Morgens und abends sollte man die Zähne drei Minuten reinigen. So bleiben sie gesund – unabhängig von der Ernährung.

 

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