Wirbel um die Wechseljahre

Wirbel um die Wechseljahre

Wirbel um die Wechseljahre

Natürlicher Prozess im weiblichen Körper

Bereits Mitte 30 kann die Östrogenproduktion im weiblichen Körper nachlassen. - Foto: djd/frauenblog.ch

(djd). Bis heute wird das Thema Wechseljahre in der Öffentlichkeit tabuisiert. Und dies, obwohl sich jede Frau ab einem bestimmten Alter mit den Fakten auseinandersetzen muss. Scham und Verleugnung sind sicherlich der falsche Weg. Schließlich beweisen Hollywoodstars wie Sigourney Weaver, Meryl Streep oder Helen Mirren, dass eine Frau jenseits der 50 attraktiv, schön und erfolgreich sein kann. Die Angst vor dem Ende der Gebärfähigkeit scheint also unbegründet. Biologisch gesehen sind die Wechseljahre ein völlig natürlicher körperlicher Prozess, der zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr einsetzt. In dieser Zeit neigt sich der Vorrat an Eizellen, der von Geburt an im Körper angelegt ist, dem Ende zu. Die Regelmäßigkeit, mit der in den Eierstöcken Eizellen reifen, lässt nach, es kommt zu hormonellen Schwankungen. An einigen Frauen geht dieser Vorgang nahezu spurlos vorüber, andere erleben ihn als massive Beeinträchtigung in ihrem Alltagsleben. Hitzewallungen, Herzrasen, depressive Verstimmungen und Schlafstörungen zählen zu den häufigsten Beschwerden.

Hormonschwankungen begegnen

Die letzte stattfindende Regelblutung wird als Menopause bezeichnet. Frauen in Deutschland bekommen sie durchschnittlich mit Anfang 50. Danach kann es noch ein paar Jahre dauern, bis sich der neue Hormonstatus im Körper der Frau eingespielt hat. Ratsuchende, denen es schwerfällt mit ihrem Problem an die Öffentlichkeit zu gehen, finden wertvolle Tipps zum Thema Frauengesundheit in speziellen Frauenportalen im Internet wie etwa unter http://www.frauenblog.ch. Mediziner empfehlen betroffenen Frauen zumeist eine Hormontherapie. Es gibt aber noch anderes, das „Frau“ tun kann. Bei Kreislaufproblemen und körperlichen Symptomen ist es sinnvoll, regelmäßig Sport zu treiben. Dies stabilisiert den Blutdruck, schützt vor Muskelabbau und beugt einer eventuellen Gewichtszunahme vor. Viele Frauen legen während der Wechseljahre deutlich an Pfunden zu, unter anderem auch deshalb, weil mit zunehmendem Alter der Grundumsatz sinkt. Oft steigen trotz des üblichen Essverhaltens die Zeiger der Waage stetig nach oben. Es ist daher ratsam, vor allem die kalorienhaltigen, tierischen Fette aus Wurst, Fleisch, Käse sowie anderen Milchprodukten zu reduzieren und zu mageren Varianten zu greifen. Hochwertige Oliven-, Raps- oder Sonnenblumenöle sollten dagegen Verwendung finden, da diese lebensnotwendige Vitamine enthalten und den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen können.

Naturpräparate lindern sanft

Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen leiden Frauen aus dem asiatischen Raum deutlich weniger unter Wechseljahresbeschwerden als ihre Geschlechtsgenossinnen in den westlichen Ländern. Diese Tatsache wird unter anderem auf deren sojahaltige Ernährungsweise zurückgeführt. Sojabohnen sind reich an Isoflavonoiden, die als Phytoöstrogene eine östrogenmodulierende Wirkung besitzen. Darauf stützt sich die These, dass Produkte aus der Sojabohne bei Wechseljahresbeschwerden lindernd entgegenwirken, ohne die unerwünschten Effekte einer Hormonersatztherapie zu zeigen. Koffein, Alkohol und auch Nikotin können den Östrogenspiegel absenken. Bei Schweißausbrüchen sollte auf diese Genussmittel besser verzichtet oder ihr Konsum eingeschränkt werden. Als Naturpräparate zur Bekämpfung von Frauenleiden und Wechseljahresbeschwerden haben sich Traubensilberkerze, Nachtkerzenöl, Rotklee oder Mönchspfeffer bewährt. Johanniskrautkapseln können sich bei depressiven Verstimmungen stabilisierend auf das Nervenkostüm auswirken. Rat weiß auch das gut geschulte Apothekenpersonal.

Fakten in Kürze

Östrogenmangel verändert den Körper

In der reiferen Haut bilden sich zunehmend sichtbare Fältchen, sie ist trockener als die Haut jüngerer Personen. Dies liegt daran, dass sich die feuchtigkeitsspendende Kollagenschicht zurückbildet, an deren Bildung ebenfalls Östrogene beteiligt sind. Auch die Schleimhäute werden zunehmend trockener, im Rachen, in der Nase, den Augen und auch im Intimbereich. So kann es zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr kommen. Trockenes Haar und brüchige Nägel können ebenfalls eine Erscheinung des Hormonmangels sein.

 

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