Aktiv gegen Herzinsuffizienz

Aktiv gegen Herzinsuffizienz

Aktiv gegen Herzinsuffizienz

Der Europäische Tag der Herzschwäche klärt über die gefährliche Krankheit auf

Herzinsuffizienz ist die häufigste Ursache für eine Krankenhauseinweisung in Deutschland. Sie äußert sich typischerweise durch starke Erschöpfung schon bei kleinen Anstrengungen, Atemnot, Wassereinlagerungen und Rhythmusstörungen. - Foto: djd/DZHI/corbis

(djd). Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs – diese Krankheiten kennt und fürchtet so gut wie jeder. Eher wenig bekannt ist dagegen die Herzschwäche, medizinisch Herzinsuffizienz genannt, obwohl sie die häufigste Ursache für eine Krankenhauseinweisung in Deutschland ist. Bei einer Herzinsuffizienz pumpt das Herz nicht mehr richtig und kann deshalb Körper und Organe nicht ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgen. Die typischen Symptome sind Luftnot, Erschöpfung, Wassereinlagerungen und Rhythmusstörungen.

Aktionen und Informationen

Herzschwäche ist gefährlich: Überlebenschancen und Einschränkungen in der Lebensqualität sind mit der von Krebserkrankungen vergleichbar. Deshalb ist es wichtig, die Herzinsuffizienz frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Um die Bevölkerung besser über die Krankheit aufzuklären und das Bewusstsein dafür zu schärfen, wurde der Europäische Tag der Herzschwäche (HFA-Day) ins Leben gerufen, der 2014 vom 9. bis 11. Mai stattfindet. In Deutschland wird er vom Kompetenznetz Herzinsuffizienz (KNHI) koordiniert, das in Zusammenarbeit mit vielen Kliniken ein umfassendes Programm auf die Beine gestellt hat. Partner ist die Deutsche Herzstiftung. So findet im Vorfeld die Fahrrad-Kampagne „Tour mit Herz“ mit Radtouren in verschiedenen Städten und der Gestaltungswettbewerb „Fass Dir ein Herz“ für Schulen statt. Am Aktionswochenende kann man sich dann bundesweit in Kliniken bei Tagen der offenen Tür informieren. Vorträge, Gesundheitschecks, Kochvorführungen, Infostände und Ähnliches werden angeboten. Veranstaltungsorte und -programme findet man unter http://www.knhi.de.

Sein Herz selbst in die Hand nehmen

Mit rechtzeitiger Vorbeugung und guten Informationen kann jeder viel dafür tun, sein Herz zu unterstützen. Dazu gehört zum Beispiel eine salzarme Ernährung, der Abbau von Übergewicht, der Verzicht auf Rauchen und größere Mengen Alkohol sowie – ganz wichtig – regelmäßige Bewegung. Eine gute Hilfe bietet der „Ratgeber Herzschwäche – Verstehen und (Be)handeln“, der unter Telefon 0931/201-46363 oder per E-Mail unter info@knhi.de kostenlos bestellt werden kann.

Fakten in Kürze

Fakten zum HFA-Day

(djd). Der Europäische Tag der Herzschwäche – englisch European Heart Failure Awareness Day (HFA-Day) – findet seit 2010 jährlich in rund 30 Ländern statt. In Deutschland nehmen zahlreiche Kliniken teil. So werden Patientenseminare beispielsweise in Berlin, Bremen, Erlangen, Essen, Freiburg, Hamburg, Jena, Kiel, Mannheim, München, Münster, Sindelfingen, Straubing, Tübingen und Würzburg angeboten. Informationen zum Thema gibt es unter http://www.knhi.de und http://www.herzschwäche-info.de.

 

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