Bewegung ist die beste Prävention

Bewegung ist die beste Prävention

Bewegung ist die beste Prävention

djd Thementipp „Rückenschmerzen“

Regelmäßige Bewegung kann langfristig vor Rückenschmerzen schützen und bestehende Probleme lindern. - Foto: djd/IKK classic/thx

(djd). Muskelverspannungen, Hexenschuss, Bandscheibenvorfall – rund 77 Prozent der Deutschen haben Probleme mit dem Rücken. Allein im Jahr 2013 verursachten diese Beschwerden bundesweit schätzungsweise etwa 40 Millionen Fehltage. „Die gute Nachricht: Das Bewusstsein dafür, dass Bewegung die beste Prävention ist, steigt“, meint Katja Schneider, Gesundheitsexpertin beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Unser Special hat Tipps für den Umgang mit der Volkskrankheit.

Das Kreuz mit dem Kreuz

Einer repräsentativen Umfrage der IKK classic zufolge gibt jeder Zweite einseitige Belastung und eine falsche Körperhaltung als Hauptursachen für seine Rückenbeschwerden an. Auf Platz zwei rangiert Bewegungsmangel (22 Prozent), gefolgt von zu viel Stress im Beruf (zwölf Prozent). Die meisten Betroffenen leiden unter Verspannungen (58 Prozent), jeder Sechste hatte bereits einen Bandscheibenvorfall. Und was hilft bei Rückenschmerzen? Rund 67 Prozent der Befragten gaben an, bei Beschwerden einen Arzt aufzusuchen, jeder Zweite allerdings erst, nachdem er die Probleme nicht allein in den Griff bekommen hat. Bei der Selbstbehandlung auf Platz eins: Schmerzmittel (54 Prozent). „Ein bedenkliches Ergebnis“, so Melanie Gestefeld von der IKK classic. „Denn gerade den häufigsten Beschwerden – Verspannungen und Bandscheibenproblemen – lässt sich durch gezielte Prävention wirkungsvoll vorbeugen.“ Es sei vor allem regelmäßige Bewegung, die langfristig vor Rückenschmerzen schützt und bestehende Probleme lindern könne. Einige Krankenkassen ermöglichen ihren Versicherten daher die kostenfreie Teilnahme an speziellen Rückenfit-Kursen. Von Funktionstraining bis Aquafitness, von Walking bis Yoga. Erste Erfolge zeigen sich: Jeder Siebte hat laut der aktuellen Umfrage bereits an derartigen Trainings teilgenommen. Mehr Informationen: ikk-classic.de.

Wärmetherapie: Wenn die Muskeln verkrampfen

Auf Muskelverspannungen reagieren die meisten Betroffenen spontan mit Schonhaltung und dem Wunsch, sich möglichst nicht zu bewegen. Das führt oft dazu, dass der Muskelschmerz wandert und sich weiter ausbreitet. Mehr Informationen und Tipps zum Thema Muskel- und Gelenkbeschwerden gibt es beispielsweise unter http://www.thermacare.de. Bevor die Beschwerden chronisch werden, sollte der Teufelskreis aus Schmerz, Schonhaltung und noch mehr Schmerz durchbrochen werden. Besonders effektiv gegen Muskelverspannungen kann man mit der modernen Wärmetherapie vorgehen. Hierbei dringt konstante, therapeutische Wärme von 40 Grad bis tief in die verspannte Muskulatur und das schmerzende Gewebe vor. So konnte in Studien nachgewiesen werden, dass beispielsweise ThermaCare-Wärmeauflagen mit Langzeit- und Tiefenwärme mindestens ebenso wirksam sind bei Muskelschmerzen wie beispielsweise „klassische“ Schmerzmittel in der für die Selbstmedikation empfohlenen Dosierung.

Mit Bewegung durch den Unialltag

Den Unialltag verbringen Studierende vor allem im Sitzen – im Hörsaal, in der Bibliothek oder zu Hause am Schreibtisch. Doch gerade die einseitige Belastung durch häufiges Sitzen und fehlende Bewegung schadet auf Dauer dem Rücken – Beschwerden können die Folge sein. Lockerungsübungen in den Pausen zwischen den Vorlesungen sind – ebenso wie die Fahrt mit dem Fahrrad zur Uni – ein guter Ausgleich für fehlende Bewegung. Außerdem sollte der heimische Arbeitsplatz möglichst ergonomisch gestaltet werden, um Rückenbelastungen zu minimieren, zum Beispiel durch die korrekte Einstellung der Höhe von Schreibtisch und Schreibtischstuhl. „Auch durch regelmäßiges Wechseln der Haltung beim Lernen kann man den Rücken entlasten“, empfiehlt Dietmar Funk, Sachgebietsleiter Hochschulen, Forschungseinrichtungen bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Informationen und Videos mit Rückenübungen finden sich unter http://www.deinruecken.de. Die Präventionskampagne „Denk an mich. Dein Rücken“ wurde von Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau sowie der Knappschaft initiiert.

Rückenorthesen als Therapiebaustein

Sturzprävention, Koordination und Stabilität spielen nach einem osteoporosebedingten Wirbelbruch eine wichtige Rolle. Rückenorthesen können Sicherheit und Halt geben, den Oberkörper aufrichten und die Muskulatur stärken. Durch ein Gurtsystem und eine Rückenschiene üben sie gezielt Zugkräfte auf dem Becken- und Schulterbereich aus. Empfehlenswert sind Ausführungen mit Biofeedback-Mechanismus wie etwa „Spinomed“ oder „Spinomed active“ von medi. Wenn der Oberkörper zu weit nach vorne in eine Fehlhaltung verfällt, erinnert die Orthese an die richtige Haltung. Dabei spannt man unbewusst die Muskulatur an und richtet den Oberkörper wieder auf. Der ständige Wechsel von An- und Entspannung stärkt die Rücken- und Bauchmuskulatur und kann auch Impulse zum Knochenaufbau leisten. Der Körperschwerpunkt wird dauerhaft korrigiert und die Schwankneigung verringert. Der Arzt kann die Orthesen bei Notwendigkeit verordnen, im medizinischen Fachhandel werden sie angepasst.

 
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