Diabetes beginnt oft schleichend

Diabetes beginnt oft schleichend

Diabetes beginnt oft schleichend

Ursachen und Therapie von Typ-2-Diabetes

Regelmäßige Bewegung ist eine der wichtigsten Vorbeugungsmaßnahmen gegen Typ-2-Diabetes. - Foto: djd/MSD/thx

(djd). Gleicher Name, andere Ursachen: Im Gegensatz zum Typ-1-Diabetes, bei dem die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse zum Erliegen kommt, liegt bei Typ-2-Diabetikern die Ursache primär in der sogenannten Insulinresistenz. Das heißt, Insulin wird zwar zunächst noch in genügender Menge produziert, aber die Körperzellen reagieren nicht angemessen darauf, so dass der Zucker nicht ausreichend ins Zellinnere transportiert werden kann. Diese Insulinresistenz wird nach Ansicht von Dr. med. Gerhard Klausmann, Internist in einer Aschaffenburger Diabetes-Schwerpunktpraxis, vor allem durch den „westlichen“ Lebensstil mit häufigem Sitzen, wenig Sport und reichlichem Essen gefördert. Hierbei sei der Bewegungsmangel nach dem neuesten Wissensstand noch entscheidender als die Ernährungsgewohnheiten. Da die Krankheit anfangs oft langsam und unbemerkt verläuft, dauert es bis zu einer Diagnose oft mehrere Jahre.

Rechtzeitig vorbeugen, Folgeschäden vermeiden

Wird die Krankheit nicht rechtzeitig diagnostiziert und behandelt, können ernsthafte Folgeerkrankungen auftreten. Die Palette reicht dabei vom diabetischen Fuß mit Nervenschädigungen und Durchblutungsstörungen über Augenschäden, Impotenz und Nierenerkrankungen bis zu einem stark erhöhten Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko. Wegen dieser möglichen schweren Komplikationen sollte der Fokus auf der Vorbeugung des Typ-2-Diabetes liegen. Ein vernünftiges Gewichtsmanagement und ausreichend Bewegung sind dabei die wichtigsten Punkte. Strenge Diäten müssen nicht eingehalten werden, nur die allgemeinen Regeln für eine kalorien- und gesundheitsbewusste Ernährung. Noch wichtiger ist jedoch nach den Worten von Gerhard Klausmann körperliche Aktivität, was durch umfangreiche Studien belegt sei. Das muss kein Leistungssport sein, schon zügiges Spazierengehen genügt – allerdings sollte man mindestens dreimal in der Woche 30 Minuten lang aktiv werden. Als Folge der Bewegung verbessert sich die Aufnahme von Blutzucker in die Muskelzellen, die Insulinsensibilität steigt und der Blutzuckerspiegel kann gesenkt werden.

Zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten

Bei Typ-2-Diabetes gibt es heute zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten, die je nach Patient individuell angepasst werden – mehr dazu auch unter http://www.diabetes-behandeln.de. Zuerst werde immer eine Änderung der Lebensweise angestrebt, so Gerhard Klausmann. Bringe diese nicht den gewünschten Erfolg, werde zur Blutzuckersenkung in der Regel Metformin eingesetzt, dazu stünden bei Bedarf weitere Medikamente in Tablettenform wie die sogenannten DPP-4- und SGLT2-Hemmer zur Verfügung. Auch Sulfonylharnstoffe können eine Therapieoption sein. Erst wenn eine Kombination mehrerer unterschiedlicher Tabletten nicht zum Erfolg führe, komme eine Insulintherapie in Betracht.

Jede Behandlungsform habe Vor- und Nachteile. So vertrügen manche Patienten kein Metformin, Sulfonylharnstoffe und Insulin könnten die Gefahr für Unterzuckerungen erhöhen und Übergewicht eher begünstigen. „Die sogenannten DPP-4-Hemmer beispielsweise haben ein niedriges Risiko für Unterzuckerungen und waren in Studien gewichtsneutral“, erklärt Dr. Klausmann. Unterzuckerungen sollten unbedingt vermieden werden, weil sie zu Bewusstlosigkeit führen und die Gefahr für eine spätere Demenzerkrankung und plötzlichen Herztod stark erhöhen könnten.

 

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