Epilepsie – Es kann jeden treffen

Epilepsie – Es kann jeden treffen

Epilepsie – Es kann jeden treffen

Bedarf an neuen Medikamenten hoch

Wer unter epileptischen Anfällen leidet, bekommt spezielle Medikamente. Doch nicht jeder Patient kann dadurch anfallsfrei werden, deshalb sind laut Medizinern neue Arzneimittel dringend notwendig. - Foto: djd/Eisai/thx

(djd). Die Erkrankung Epilepsie gehört laut der Deutschen Epilepsievereinigung zu den chronischen neurologischen Erkrankungen, die am häufigsten auftreten. Rund 50 Millionen Menschen leiden weltweit darunter, in Deutschland gibt es etwa 500.000 Patienten. Ursache für die Erkrankung sind unkontrollierte elektrische Entladungen im Gehirn, die besonders häufig in der frühen Kindheit oder ab dem 65. Lebensjahr auftreten. Individuell angepasste Therapien können Betroffenen helfen.

Fachärzte stellen die Diagnose

Nach einem ersten Anfall sollte laut der Deutschen Epilepsievereinigung vom Facharzt geprüft werden, ob eine Epilepsie oder andere behandlungsbedürftige Gründe dafür verantwortlich sind. Anfälle äußern sich auf unterschiedliche Art und Weise, etwa durch ein Zucken von Gliedmaßen oder durch Bewusstseinspausen – Absencen genannt -, in denen Betroffene nicht ansprechbar sind. Bei größeren Anfällen verkrampft sich die Körpermuskulatur des Patienten und es kann auch zu Stürzen kommen. Deshalb sollten Betroffene bei einem epileptischen Anfall in sichere Entfernung von Bordsteinen oder Tischkanten gebracht werden. Helfer sollten enge Kleidung lockern und den Patienten nach dem Anfall in die stabile Seitenlage bringen. Erfahrungsgemäß dauert der Anfall einige Minuten, bis das Gehirn wieder zu seiner ursprünglichen Funktionsweise zurückkehrt.

Medikamente für alle Fälle

Steht die Diagnose Epilepsie fest, werden die Betroffenen mit speziellen Medikamenten behandelt. Diese werden laut Professor Dr. med. Hajo Hamer, Leiter des Epilepsiezentrums der Universität Erlangen, je nach Ausprägung der Erkrankung ausgewählt. Mit den sogenannten Antiepileptika kann einem Großteil der Betroffenen geholfen werden. Zwar gibt es derzeit mehr als 20 zugelassene Medikamente, mit denen Epilepsien behandelt und Anfälle vermieden werden können. Weil ein Drittel der Patienten durch sie jedoch nicht anfallsfrei wird, ist der Bedarf an neuen Arzneimitteln laut Experten noch immer hoch.

Zugang zu vielversprechenden Neuentwicklungen gefährdet

Aufgrund der gesundheitspolitischen Lage in Deutschland stellt sich die Versorgungssituation von Epilepsiepatienten mit innovativen Antiepileptika wenig günstig dar: Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) von Ärzten und Krankenkassen sprach einem Arzneimittel mit einer neuartigen Wirkungsweise in einer ersten Bewertung keinen Zusatznutzen zu. Der Hersteller reichte das Medikament, das nach ersten klinischen Erfahrungen als vielversprechend eingeschätzt wird, jetzt erneut zur Nutzenbewertung ein. Die Hoffnungen sind groß, dass der Zusatznutzen nun anerkannt wird und sich dadurch die Versorgungsrealität von Epilepsiepatienten verbessert. Und dafür gibt es gute Gründe: Ärzte beobachteten, dass dieser erste Vertreter einer neuen Wirkstoffklasse die Anfallshäufigkeit auch bei Patienten senken kann, die gleichzeitig bereits mit zwei oder drei anderen Antiepileptika mit wenig Erfolg behandelt wurden.

Fakten in Kürze

Tag der Epilepsie – jährlich am 5. Oktober

(djd). Epileptiker benötigen je nach Lebenssituation unterschiedliche Unterstützung. Landesverbände und Selbsthilfegruppen, die der Deutschen Epilepsievereinigung angehören, informieren jährlich am Tag der Epilepsie (5. Oktober) über die speziellen Hilfestellungen – in diesem Jahr besonders für Kinder und Jugendliche sowie für ältere Menschen. Vorbildhafte Modelle werden vorgestellt und die medizinische Beratung und Therapie unter die Lupe genommen. Mehr Informationen über das Programm sind unter http://www.epilepsie-vereinigung.de/wir/tag-der-epilepsie/ verfügbar. Patientengeschichten und weitere Informationen zum Thema gibt es auch auf dem Verbraucherportal Ratgeberzentrale unter http://www.rgz1.de/epilepsie.

 
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