Erkältung, nein danke

Erkältung, nein danke

Erkältung, nein danke

Grippalen Infekten gezielt vorbeugen und sie effektiv behandeln

Hatschi: In der kalten Jahreszeit treten grippale Infekte besonders häufig auf, weil die Abwehrkräfte dann geschwächt sind. - Foto: djd/Boehringer/Sunny Images/fotolia.com

(djd). Kaum ist die kühle Jahreszeit da, kündigt sich auch schon die erste Erkältung an. Aber warum eigentlich? Schließlich sind Viren und nicht Kälte der eigentliche Auslöser von grippalen Infekten. „Die Erkältungsviren sind eigentlich immer da“, erklärt dazu Professor Dr. med. Ludger Klimek, Leiter des Zentrums für Rhinologie und Allergologie in Wiesbaden. „Die Tatsache, dass es im Herbst und Winter gehäuft solche Infekte gibt, hängt mehr mit unserer dann geschwächten Immunabwehr zusammen als mit Veränderungen bei den Viren.“ Wenn allerdings viele Menschen betroffen seien, steige die Wahrscheinlichkeit, dass sie wiederum andere Personen ansteckten.

Beschwerden lindern

Erkältungs- oder Rhinoviren lösen eine Entzündung der oberen Atemwege aus. Der Hals kratzt, die Nase läuft oder ist verstopft. Letzteres ist besonders unangenehm, weil die Nasennebenhöhlen dann nicht mehr ausreichend belüftet werden und sich ebenfalls entzünden können. Die Folge: eine Rhinosinusitis mit Kopfschmerzen, Druckgefühl sowie oft auch Fieber. Gegen die Viren gibt es zwar kein Mittel, aber die Beschwerden lassen sich lindern. „Da Symptome wie eine verstopfte Nase und Kopfschmerzen bei einer Rhinosinusitis gepaart auftreten, ist es für Patienten oft einfacher, ein Kombinationspräparat einzusetzen, das den gesamten Symptomkomplex behandelt“, betont Professor Klimek. Als Schmerzmittel eigne sich hier beispielsweise Ibuprofen, zur Schleimhautabschwellung sei wiederum Pseudoephedrinhydrochlorid gut geeignet. Beide Wirkstoffe kombiniert gibt es nun etwa im neuen rezeptfreien „BoxaGrippal“ in der Apotheke.

Ansteckung vermeiden

Bevor Erkältungsviren zuschlagen können, ist es generell natürlich besser, gesund zu bleiben: Das erste Mittel der Wahl zur Vorbeugung ist häufiges Händewaschen. Denn meist gelangen die Viren über die Finger auf die Schleimhäute. Außerdem sollte man das Immunsystem mit vitaminreicher Kost, frischer Luft und Bewegung stärken. Stress dagegen ist Gift für die Abwehr, Meditation kann daher ebenfalls ein wirksamer Schutz sein. Menschenansammlungen und den Kontakt mit Kranken sollte man möglichst meiden.

Fakten in Kürze

Fakten über Rhinoviren

– Es gibt circa 200 verschiedene Subtypen von Schnupfenviren, die sich außerdem ständig verändern. Deshalb ist eine Impfung nicht möglich.

– Viren sind etwa 100 Mal kleiner als Bakterien und allein nicht lebensfähig.

– Rhinoviren vermehren sich am besten bei Temperaturen um 31 Grad Celsius – was eine ausgekühlte Nasenschleimhaut zur perfekten Umgebung macht.

– Da man gegen den gerade erlittenen Virustyp Antikörper gebildet hat, ist eine Selbstansteckung etwa mit dem eigenen gebrauchten Taschentuch oder der eigenen Zahnbürste nicht möglich.

 

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