Hormonmangel in den Wechseljahren

Hormonmangel in den Wechseljahren

Hormonmangel in den Wechseljahren

Das sollten Frauen in der Menopause wissen

Neben einer medikamentösen Behandlung kann auch Eigeninitiative menopausale Beschwerden lindern. - Foto: djd/Utrogest/thx

(mpt-14/48751a). Geht es um die weiblichen Sexualhormone, denken viele zuerst an Östrogen. Aber auch das sogenannte Progesteron spielt eine entscheidende Rolle. Das Hormon wird nach dem Eisprung im sogenannten Gelbkörper gebildet und bereitet die Schleimhaut der Gebärmutter auf eine Befruchtung vor. Kommt es nicht zur Schwangerschaft, sinkt der Progesteronspiegel ab und die Menstruation setzt anschließend ein.

Die Beschwerden der Wechseljahre

Die Phase der Umstellung auf die Wechseljahre wird als Klimakterium bezeichnet und kennzeichnet sich dadurch, dass der Eisprung immer häufiger ausbleibt. Zuerst nimmt die Progesteronproduktion ab. So kommt es, dass Östrogen zeitweilig dominant ist. Nun machen sich auch die ersten Beschwerden der Wechseljahre bemerkbar, welche durch den Progesteronmangel hervorgerufen werden. Zu den typischen Symptomen zählen starke Regelblutungen, Stimmungsschwankungen, unregelmäßige Monatszyklen, Schlafstörungen und unangenehmes Brustspannen. Auch Gewichtszunahmen sind häufig die Folge der Wechseljahre, da der Östrogenüberschuss die Wassereinlagerung begünstigt.

Die Hormonersatz-Behandlung

Am Max-Planck-Institut in München wurde eine Untersuchung durchgeführt, die ergeben hat, dass Schlafstörungen mittels mikronisiertem Progesteron deutlich minimiert werden können. Mit der wasseraustreibenden Wirkung können auch Ödeme verringert werden, welche für die unerwünschten Brustschmerzen verantwortlich sind. Das Progesteron kann zudem auch stimmungsaufhellend wirken. Im Zuge einer Hormonersatztherapie wird das Progesteron oft in Kombination mit Östrogen eingesetzt, um Wucherungen in der Gebärmutterschleimhaut zu verhindern.

Behandlungsformen bei Wechseljahre-Beschwerden

Bei der Behandlung der Wechseljahre-Beschwerden können entweder synthetisch hergestellte Gestagene oder körperidentisches Progesteron eingesetzt werden. Aus verschiedenen Studien geht hervor, dass natürliches Progesteron wie zum Beispiel Utrogest verträglicher ist und weniger Nebenwirkungen bereithält. So wurde kein erhöhtes Brustkrebsrisiko bei der Behandlung mit dem naturidentischen Progesteron festgestellt.

Selbsthilfe neben der Therapie

Zudem können die Frauen selbst etwas gegen die Beschwerden unternehmen. Parallel zur medikamentösen Behandlung sind regelmäßiger Sport und effiziente Entspannungsübungen wie Meditationen oder Yoga sinnvoll. Und auch feste Schlafzeiten gehören dazu, um die Schlafstörungen auf ein Minimum zu reduzieren. Der Speiseplan sollte eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung umfassen, wobei auf Alkohol und Zigaretten möglichst verzichtet werden sollte.

 
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