Studie zeigt: Fettleibigkeit erhöht das Darmkrebsrisiko

Studie zeigt: Fettleibigkeit erhöht das Darmkrebsrisiko

Studie zeigt: Fettleibigkeit erhöht das Darmkrebsrisiko

Regelmäßige Darmspiegelung ist eine wichtige Vorsorge

Fettleibigkeit: Die regelmäßige Darmkontrolle ist gerade für diese Risikogruppe essenziell. - Foto:djd/Norgine GmbH

(djd). Jährlich erkranken circa 70.000 Menschen an Darmkrebs, darunter viele Fettleibige. In einer aktuellen Meta-Analyse belegten koreanische Wissenschaftler, dass das Risiko für Darmpolypen bei schwer übergewichtigen Menschen um durchschnittlich 40 Prozent höher ist als bei normalgewichtigen. Um sie frühzeitig erkennen und entfernen zu können, ist eine regelmäßig durchgeführte Darmspiegelung wichtig.

Wichtig ist eine frühzeitige Entdeckung

Für das Ergebnis haben Wissenschaftler Daten aus 25 Studien mit mehr als 30.000 Teilnehmern ausgewertet. Dabei zeigte sich, dass fettleibige Personen verstärkt dazu neigen, Polypen, eine Vorstufe von Darmkrebs, im Dick- und Enddarm zu entwickeln. Werden die Polypen frühzeitig durch eine Darmspiegelung entdeckt und anschließend entfernt, kann Krebs erst gar nicht entstehen. Die regelmäßige Darmkontrolle ist daher gerade für diese Risikogruppe essenziell. Eine gründliche Reinigung des Organs im Vorfeld gewährleistet eine optimale Durchführung der Untersuchung: Nur in einem rückstandslos gereinigten Darm kann der Mediziner Unregelmäßigkeiten, wie zum Beispiel Darmpolypen, erkennen.

2-Liter-PEG-Lösung: Effektive und schonende Reinigung

Lösungen in verschiedenen Geschmacksrichtungen (wie zum Beispiel Moviprep Orange und Zitrone) sorgen für eine möglichst schonende Darmreinigung. So reduziert sich mit Einnahme der sogenannten 2-Liter-PEG-Lösung (Polyethylenglykol mit Ascorbinsäure und Natriumascorbat) die Menge der Lavagelösung von vier auf zwei Liter. Der Patient nimmt am Vorabend und Morgen der Untersuchung je einen Liter Reinigungslösung und mindestens einen halben Liter klare Flüssigkeit zu sich. Durch die enthaltenen Elektrolyte und die zusätzliche Flüssigkeit wird der Körper nicht belastet, der Wasserhaushalt bleibt ausgeglichen

Fakten in Kürze

Krebsrisiko mit Insulinspiegel senken

Als ein Grund für das erhöhte Krebsrisiko Übergewichtiger wird der erhöhte Insulinspiegel vermutet: Durch die Unempfindlichkeit fettleibiger Menschen gegen Insulin produziert die Bauchspeicheldrüse automatisch mehr von dem Hormon. Als Wachstumshormon verfügt Insulin über das Potenzial, das Wachstum von Krebszellen in Gang zu setzen. Eine Ernährungsumstellung auf vollwertige Speisen kann die Zellen wieder empfänglicher für Insulin machen. Sport trägt zusätzlich zur Gewichtsreduktion bei, sodass das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, weiter gesenkt werden kann.

 

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