Viren lieben Massenaufläufe

Viren lieben Massenaufläufe

Viren lieben Massenaufläufe

Eine Maserninfektion kann schwere Komplikationen verursachen

Hochinfektiöse, virushaltige Tröpfchen werden beim Jubeln in die Luft geschleudert und können leicht einige Meter überwinden. - Foto: djd/GlaxoSmithKline

(djd). Discotheken, Messen, Theatersäle, Musikfestivals, Sportereignisse – wo Menschen sich in Massen tummeln, da sind auch Viren zuhause. Denn überall wo viele Menschen auf engem Raum leben, verbreiten sich Infektionskrankheiten leichter. Nicht nur Erkältungsviren werden durch die so genannte Tröpfcheninfektion übertragen. Auch hoch ansteckende Erreger wie zum Beispiel Masernviren breiten sich durch Sprechen, Husten oder Niesen aus. Schon bei kurzem Kontakt mit einem Infizierten löst das Masernvirus bei 95 Prozent der ungeschützten Personen eine Infektion aus. Gerade Erwachsene sollten eine Masernerkrankung nicht unterschätzen, denn bei ihnen kommt es nicht selten zu schweren Infektionen und damit verbunden auch zu Komplikationen.

Eigener Schutz hilft auch Anderen

Schwere Verläufe bei Maserninfektionen im Erwachsenenalter werden in Deutschland zunehmend beobachtet. Mögliche Komplikationen können hohes Fieber, Mittelohrentzündung, Lungenentzündung, schwere Durchfälle und in besonders schweren Fällen auch eine Hirnhautentzündung sein. Daher rät die WHO gerade vor der Teilnahme an Massenveranstaltungen zu einer Impfung gegen Masern. So tritt bei einer Quote von etwa 95 Prozent geimpften Personen der so genannte „Herdenschutz“ ein. Wenn ausreichend viele Menschen geimpft sind, werden dadurch auch einzelne Nicht-Geimpfte geschützt und so die Ausbreitung von Epidemien verhindert.

Einmal impfen reicht nicht aus

Zum eigenen Schutz raten viele Mediziner daher, den persönlichen Impfstatus zu überprüfen und eventuell auffrischen zu lassen. Gut zu wissen: Für einen sicheren Masern-Impfschutz werden zwei aufeinander folgende Impfungen benötigt, eine Impfung allein ist nicht ausreichend. In Deutschland besitzen vor allem jüngere, nach 1970 geborene Erwachsene keinen wirksamen Impfschutz gegen Masern. Sie wurden als Kind oft nur einmal geimpft. Daher werden bei Erwachsenen, die nach diesem Datum geboren sind, die Impfkosten ebenso wie bei Kindern, von den Krankenkassen übernommen. Die Impfung wird mit einem Kombinations-Impfstoff, der gegen Masern, Mumps und Röteln schützt, durchgeführt.

Fakten in Kürze

Wann impfen?

Am besten schützen Impfungen, wenn sie gegeben werden, bevor ein Ansteckungs-Risiko besteht. Wird nach dem Impfplan der STIKO geimpft, ist das in aller Regel früh genug. Die MMR-Impfung gehört außerdem zu den wenigen Impfungen, die auch noch nach einer möglichen Ansteckung gegeben werden können. Wird innerhalb von drei Tagen nach dem Kontakt zu einem Masernkranken geimpft, besteht noch eine Chance, dem Immunsystem einen entscheidenden Vorteil zu verschaffen. Allerdings ist dies nicht absolut sicher. Zudem sind Masernkranke bereits einige Tage vor Ausbruch der sichtbaren Krankheit ansteckend.

 

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